Erstklassiges von Erstklässlern – Schulprojekt unserer Kaufmensch-Azubis

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21. April 2018, Samstagmorgen. Erste Tasse Kaffee, erster Gedanke: Nicaragua. Warum jetzt das? Kommt mein Kaffee da wech? Keine Ahnung. Aber gestern Abend wirkt noch nach, und da ging es die ganze Zeit um Nicaragua. Und manchmal auch um Kaffee.

Denn ich war gestern im Hansa Berufskolleg (der Ami würde sagen:„Kollidsch“) Münster, wo unsere drei Erstklässler mit ihrer Klasse im Ausbildungsgang Veranstaltungskaufmensch was gemacht haben? Richtig: eine Veranstaltung. Nämlich einen Benefiz-Abend für Kulturarbeit in Nicaragua in der mit ca. 100 Gästen gut besetzten Aula des o. g. „Kollidsch“.

Im Spendenvisier stand die Stiftung „Pan y Arte“, ins Leben gerufen von Dietmar Schönherr, Commander a. D. des Raumschiffs Orion (Kinder U50: Googelt das mal). Der war der Meinung, dass genügend Pan (= Brot) natürlich an erster Stelle steht, aber wenn dafür halbwegs gesorgt ist, auch Arte (= Kunst) mit auf den Tisch muss.

Brot ist wichtig für den Körper, Kunst ist wichtig für die Seele. Malen, Musik machen, schreiben, Theater spielen sorgen dafür, dass das Leben nicht nur funktioniert, sondern zumindest anteilig auch schön ist. Nicht nur, weil man kreativ ist, sondern weil man was zusammen macht, mit anderen oder für andere. Damit Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene in Nicaragua neben dem Beschaffen des täglich Pan dazu überhaupt die Möglichkeit haben, gibt es „Pan y Arte“.

Mit Geld, Sachen und Personen vor Ort sorgt die Stiftung dafür, dass auch arme Nicas (so heißt man dort, nicht etwa Nicaraguaneser oder so) ein Instrument lernen, einen Aquarellkasten kaufen, Theaterkostüme nähen und alles mögliche andere machen können, das sie sich selbst schlicht nie im Leben leisten könnten. Näheres gucksdu hier: www.panyarte.de.

Da hilft man wirklich gerne, sei es auch nur mit den paar Euronen für Eintritt, Catering und Tombola-Lose beim Benefiz-Abend. Und dafür bekam man nicht nur ein gutes Gewissen, sondern auch einen wirklich guten Abend. Das war erste Klasse, schon gar für eine erste Klasse.

Ambiente schön, Sekt & Co gut gekühlt, Essen lecker (und viel), Ablauf sauber – und ein echt tolles Programm: 1A-Mucke von modern bis ehemals modern, Comedy zum Thema Kaffee am Morgen, Akrobatik mit Massen-Selfie, Live-Schalte nach Nicaragua und natürlich – wie kann es anders sein –  Reden. Aber dabei immerhin auch eine vom Pan-y-Arte-Ehrenvorsitzenden Henning Scherf (Kinder U50: Googelt den mal), mit seinen 2,04m Länge einer der ganz Großen der deutschen Politik, wenn auch mittlerweile außer Dienst.

Alles vorbildlich geplant, organisiert und trotz branchenüblicher Krisen wie partieller Stromausfall kurz vor der Veranstaltung professionell durchgezogen von der genannten ersten Klasse mit unseren drei Nasen Ramona, Alessandro und Thomas. Nicht etwa irgendwo im dritten Glied, sondern ganz weit vorne im Verantwortungsspektrum, mit Thomas als Projektleiter sogar an der Spitze.

Euch Dreien von Eurem Kollegah … uups … das sagt man ja jetzt nicht mehr … also besser: von Eurem „Kollieg“ ein ganz herzliches und ernst gemeintes: Chapeau! (Kinder U50: Googelt das mal)

–  Markus G.